Ein besonderes Jubiläum zweier besonderer Häuser

55 Jahre Mathilde-Vogt-Haus und 50 Jahre Lothar-Christmann-Haus – zwei Jubiläen, die Anlass geben, zurückzublicken und all jene in den Mittelpunkt zu stellen, die unsere Häuser seit vielen Jahren prägen.

Über viele Jahre hinweg sind beide Häuser zu festen Bestandteilen ihrer Gemeinden geworden. Sie sind Orte des Lebens und der Begegnung, an denen ältere und pflegebedürftige Menschen individuell begleitet und unterstützt werden. Gleichzeitig stehen sie Angehörigen und allen, die Rat oder Hilfe suchen, als verlässliche Anlaufstelle zur Seite.

In beiden Häusern wurden über die Jahrzehnte unzählige Lebensgeschichten begleitet. Es wurden neue Bewohnerinnen und Bewohner willkommen geheißen, Freundschaften geschlossen, Feste gefeiert und Abschied genommen. Diese Erfahrungen prägen die Häuser bis heute und machen sie zu Orten, an denen Gemeinschaft gelebt wird.

Ein Haus, das früh neue Wege ging  – Mathilde-Vogt-Haus in Heidelberg-Kirchheim

Als das Mathilde-Vogt-Haus Ende der 1960er-Jahre entstand, entsprach es zunächst dem damaligen Bild eines klassischen Altenheims. Schon früh entwickelte sich die Einrichtung jedoch zu einem offenen Haus, das weit über die eigenen Türen hinaus wirkte. Konzerte, Theateraufführungen und kulturelle Veranstaltungen brachten Menschen aus dem Stadtteil zusammen und machten das Haus auch über Heidelberg hinaus bekannt. Sogar die beliebte Radiosendung „Mit Musik geht alles besser“ wurde mehrfach live aus dem Mathilde-Vogt-Haus übertragen.

In seiner 55-jährigen Geschichte lag die Leitung des Hauses in den Händen von nur drei Einrichtungsleitungen, die das Haus bis heute prägen. Abgerundet wird das Angebot durch über 120 Seniorenwohnungen unterschiedlicher Baustandards, eine Tagespflege, einen ambulanten Pflegedienst, einen Wäscheservice sowie einen Mittagstisch. Auch der Blick über die Landesgrenzen gehörte von Anfang an zur Geschichte des Hauses. Bereits Anfang der 1970er-Jahre reisten Bewohnerinnen und Bewohner zu einem Partneraltenheim in Heidelbergs Partnerstadt Montpellier. Dieser Austausch besteht bis heute.

Bis heute sind es vor allem die Begegnungen, die das Leben im Mathilde-Vogt-Haus, dem „Stammhaus“ der Region Heidelberg, ausmachen. Jahresfeste, Konzerte, Theatergastspiele, die Fasenachts-Sitzung, die Weihnachtsfeier an Heiligabend oder die traditionelle Neckarschifffahrt gehören seit vielen Jahren zum festen Miteinander, ermöglicht durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher, Vereine und Wegbegleiter. Benannt ist es nach Lothar Christmann, einem langjährigen Vorstandsmitglied des Paritätischen Landesverbandes Baden-Württemberg, dessen Name für das Engagement in der sozialen Arbeit steht.

Ein Haus mit Weitblick – Lothar-Christmann-Haus in Stuttgart-Hoffeld

Mit dem Lothar-Christmann-Haus entstand vor 50 Jahren eine Einrichtung, die ihrer Zeit in vielerlei Hinsicht voraus war. Bereits lange vor der Einführung der sozialen Pflegeversicherung wurde hier ein Konzept verwirklicht, das älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in einer modernen und offenen Umgebung ermöglichen sollte. Größe, Ausrichtung und das zugrunde liegende Verständnis von Pflege waren damals außergewöhnlich und zeugen bis heute von einem bemerkenswerten Weitblick.

Als Mutterhaus von PASODI nimmt das Lothar-Christmann-Haus bis heute eine besondere Stellung ein. Benannt ist es nach Lothar Christmann, einem langjährigen Vorstandsmitglied des Paritätischen Landesverbandes Baden-Württemberg, dessen Name für das Engagement in der sozialen Arbeit steht.

Beständigkeit prägt die Geschichte des Hauses ebenso wie Offenheit. In den vergangenen fünf Jahrzehnten wurde das Lothar-Christmann-Haus von lediglich drei Einrichtungsleitungen geführt – ein Zeichen für Kontinuität und eine verlässliche Entwicklung. Mit der Eröffnung der Postagentur und des Hoffeld Cafés öffnete sich das Haus bewusst seinem Stadtteil und entwickelte sich zu einem lebendigen Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für Menschen aus der Nachbarschaft.

Auch über die eigene Einrichtung hinaus übernimmt das Lothar-Christmann-Haus Verantwortung: Die hauseigene Produktionsküche versorgt nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern beliefert weitere PASODI-Einrichtungen in Stuttgart, Kindergärten, Schulen und Firmen.  Damit ist das Haus seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Stuttgart.

Die Menschen machen den Unterschied

Pflege bedeutet weit mehr als Versorgung. Sie bedeutet Zeit schenken, zuhören, begleiten, unterstützen und auch in schwierigen Momenten verlässlich da zu sein.

Unser besonderer Respekt gilt allen Mitarbeitenden, den heutigen ebenso wie den ehemaligen. Mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihrem persönlichen Einsatz haben sie beide Häuser über Jahrzehnte geprägt. Ihr tägliches Handeln macht die Einrichtungen zu Orten, an denen sich Menschen gut aufgehoben fühlen.

Gemeinsam Verantwortung tragen

Viele Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihre Angehörigen haben unseren Häusern über Jahre ihr Vertrauen geschenkt. Ebenso begleiten uns Ärztinnen und Ärzte, Kostenträger, Kommunen und viele weitere Partner. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit trägt seit vielen Jahren dazu bei, dass gute Pflege gelingen kann und sich unsere Einrichtungen weiterentwickeln.

Mit Zuversicht nach vorn

Die vergangenen Jahrzehnte haben vieles verändert. Der Wunsch nach einem würdevollen Leben im Alter ist geblieben. Diesem Anspruch fühlen wir uns auch künftig verpflichtet.

Die Jubiläen des Mathilde-Vogt-Hauses und des Lothar-Christmann-Hauses stehen für eine lange gemeinsame Geschichte, für Verantwortung und für das Engagement vieler Menschen. Allen, die diesen Weg mitgestaltet haben und ihn weiterhin mitgehen, gilt unsere aufrichtige Wertschätzung.

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft für die Menschen da zu sein, die uns ihr Vertrauen schenken.